Zwischen Radio-Show und Residency: Eine Woche als DJ STYX
Donnerstag Radio, Freitag Frankfurt, Samstag Mainz — und dazwischen Technik-Checks für ein Firmenevent. So sieht eine ganz normale Woche zwischen Studio, Club und Bühne aus.
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Club-Nächte, Festival-Sommer und ein Blick in den Technik-Koffer — hier schreibe ich über das, was auf und hinter der Bühne passiert.
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Viele fragen mich, wie eine typische Woche aussieht. Die ehrliche Antwort: Es gibt keine typische Woche — und genau das liebe ich an diesem Job.
Unter der Woche wird vorbereitet: neue Musik sichten, Sets bauen, Übergänge testen. Dazu kommt die Vorbereitung für die Black Beats auf planet radio — Radio ist eine ganz eigene Disziplin: kein Floor, kein Blickkontakt, nur du und der Mix. Das schärft das Gespür für Musik enorm.
Am Wochenende geht es dann in die Clubs: Velvet, Karlson, OBar, Copper Bar oder LIV in Frankfurt, Red Cat in Mainz — jede Location hat ihr eigenes Publikum und ihren eigenen Sound. Ein Set, das im Velvet funktioniert, kann im Red Cat komplett anders aussehen. Die Crowd lesen, den richtigen Moment treffen: Das ist das Handwerk.
Und dazwischen? Stehen oft Events: eine Firmenfeier, ein Geburtstag, eine Gala. Dann bin ich nicht nur DJ, sondern auch Veranstaltungstechniker — plane die Anlage, das Licht und den Aufbau. Zwei Berufe, ein Ziel: dass euer Abend läuft.
Festival-Bühnen sind eine eigene Welt: mehr Fläche, mehr Menschen, mehr Energie — und null Raum für Fehler. Beim BUZZ Festival in Aschaffenburg durfte ich genau diese Energie erleben.
Was auf der großen Bühne anders ist? Alles passiert in größerem Maßstab. Die Übergänge müssen sitzen, die Track-Auswahl muss Tausende gleichzeitig abholen, und die Kommunikation mit Licht- und Tontechnik läuft im Sekundentakt. Als gelernter Veranstaltungstechniker fühle ich mich in genau diesem Zusammenspiel zu Hause.
Mein Fazit: Festival-Sets sind das Intensivste, was dieser Job zu bieten hat — und ich will mehr davon. Fotos vom Wochenende findet ihr in der Galerie.
„Bringst du auch Boxen mit?“ — die häufigste Frage bei Anfragen. Die Antwort: Ja, und zwar genau die richtigen. Als Veranstaltungstechniker plane ich die Technik passend zu Location, Gästezahl und Anlass. Hier die Kurzfassung:
Kleine Feier (bis ca. 50 Gäste): Ein kompaktes Soundsystem und dezentes Licht reichen völlig — wichtig ist ein sauberer, druckvoller Klang, ohne die Nachbarschaft zu beschallen.
Mittlere Events (50–200 Gäste): Hier kommen Subwoofer, mehr Lichttechnik und je nach Raum auch Delay-Lautsprecher ins Spiel, damit der Sound überall gleich gut ankommt.
Große Veranstaltungen (200+): Jetzt reden wir über Line-Arrays, Bühnen- und Traversentechnik, Monitoring und Lichtshows. Klingt groß? Ist es auch — und genau dafür bin ich ausgebildet.
Das Beste: Ihr müsst euch um nichts kümmern. Technik, Aufbau, Betrieb und Abbau kommen bei mir aus einer Hand. Einfach im Kontaktformular die Eckdaten angeben — den Rest plane ich.
Ein Booking im Ausland ist immer etwas Besonderes — das TRYGONA Festival in Griechenland ganz besonders. Andere Sprache, anderes Publikum, andere Sommernächte — und trotzdem funktioniert Musik überall gleich.
Was ich von internationalen Bühnen mitnehme: Flexibilität. Man kennt die Crowd nicht, man kennt die Anlage nicht — man muss sich in Minuten einfinden und liefern. Genau diese Erfahrung macht auch jedes Event zu Hause in Frankfurt besser.
Griechenland hat für mich außerdem eine persönliche Bedeutung — umso schöner, dort aufzulegen, wo Sommer, Meer und Musik zusammenkommen. Jamas! 🥂